Wegraine-Schaumburg

Arbeitsgemeinschaft

Artenvielfalt

87 (!) verschiedene Pflanzenarten auf geplanter VW- Fläche am Deisterrand bei Bad Nenndorf gefunden

Nachdem einige Politiker und Befürworter einer VW- Ansiedlung am Deisterrand behauptet hatten, es gäbe dort nur Ackerland und der Teilaufhebung des dortigen Landschaftsschutzgebietes würde nichts entgegensprechen, hat sich eine kleine Gruppe von Bürgern mit den Pflanzenexpertinnen Gisela Wicke und Ute Martin vor Ort umgesehen:

Am 3. Oktober 2020 machte sich die Gruppe auf zu einer Pflanzenexkursion in das Landschaftsschutzgebiet „Süd Deister“ in der Gemarkung der Stadt Bad Nenndorf.

Auf der ca. 1,5 Kilometer langen Strecke fanden sich entlang von Wegeseitenstreifen immerhin   87  verschiedene Pflanzenarten, und das am Ende der jährlichen Vegetationsperiode! Darüber waren selbst einige Exkursionsteilnehmer erstaunt.

Einige dieser Pflanzenarten stellen wir Ihnen in der Galerie vor:

 

Infos zu den Pflanzen ,Wegraine Bad Nenndorf Wildbienen (jgk)
Pflanzen am Wegraine Bad Nenndorf (Feldwege Erlengrund)
davon lebende Wildbienen zugeordnet von Jakob Grabow-Klucken (BUND), wobei man noch überprüfen müsste welche Wildbienenarten tatsächlich
dort vorkommen. Die Nahrungspezialisten sind meist stark bedroht, daher besonders schützenswert.

 

Naturspezialisten

 

Blühsaum  entwickelt durch Pflegeumstellung

Ziel „Errichten von Dauerlebensräumen die sich selbst erhalten“

Sehr geehrter …….

auf Feldwegen und anderen ruderalisierten oder naturnahen Flächen sollten Einsaaten grundsätzlich nicht ungeprüft vorgenommen werden.
Diese Flächen nehmen oftmals bereits bedeutende Funktionen, insbesondere für den Insektenschutz wahr.


Wesentliche Aufwertungen sind hier bereits über eine Umstellung des Pflegeregimes möglich und anzustreben.
Sofern nach fachlicher Prüfung und Abwägung eine Umstellung  des Pflegregimes keinen hinreichenden Erfolg verspricht und eine Einsaat vorgenommen werden soll, so sollte das Saatgut auf zertifiziertes Regiosaatgut (RegioZert oder VWW-Regiosaaten) beschränkt werden.

 Es handelt sich dabei um Saatgut von Wildformen mehrjähriger einheimischer Pflanzen, die aus festgelegten Herkunftsgebieten stammen. Dieses Vorgehen geht auch konform zu den Regelungen des § 40 BNatSchG.

Über bestehende Programme (z. B. das  gemeinsam mit der Jägerschaft Schaumburg initiierte Schaumburger Hegeprogramm) wird der Einsatz mehrjähriger Blühmischungen bereits praktiziert. Hier soll der Focus zukünftig auch auf Regiosaaten gerichtet werden.

Mit freundlichen Grüßen

G. Rosemann

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Mit freundlichen Grüßen
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